Und warum? DARUM!
Es geht halt nicht immer ... zumindest nicht so, wie man will...
Und es hat sich viel getan in den letzten 15 Monaten: Der Kritiker war zwischenzeitlich mal ins Establishment, sprich: auf Kundenseite, gewechselt und hat eine Zeit lang versucht, Menschen von Marken zu überzeugen, die für Marken keine Verwendung haben. Die glauben, dass es reicht, wenn man regelmässig genügend Verpackungseinheiten verkauft und dass Markenreinheit, Konsequente Einhaltung der CI und Konzentration auf Brand-Values albernes Werbergetue sind...
Aber wenn es keine Verkäufer gäbe, dann wüsste auch keiner das Gute zu schätzen - dann würden sich Menschen, die Marken lieben, leben, kennen und können, nicht von der stumpfen Masse der Klinkenputzer abheben und die Welt wäre regiert von Steuerberatern und Vertretern ...
Wieder zurück im 'richtigen' (Agentur)leben habe ich nun auch wieder Zeit, nach dem zu suchen, was Gehirnsuppe erzeugt ... oder dokumentiert: nach schlechter Werbung.
Unser neuestes Beispiel kommt aus dem Bereich des Ethno.Marketings. Ja, Sie lesen richtig - Deutschland entdeckt die Ausländer als Zielgruppe ... obwohl ... ist vielleicht etwas hochgegriffen ...
Denn das würde ja bedeuten, dass man sich als Werbungtreibender mit den ethnischen Besonderheiten, den emotionalen Grenzen und relevanten Faktoren der diversen Zielgruppen auseinandersetzen müsste... und daran scheitert es ja dann doch mal öfter ...
Wie der Mobilfunker eplus, der unter der Marke Ay Yildiz einen sogenannten "Tarif für Türken in Deutschland, die gerne nach Hause telefonieren" betreibt ... ach hätte man doch nur etwas MaFo betrieben ... oder einen gefragt, der sich damit auskennt ... DENN: in Deutschland leben, verkannt als Türken, sehr viele türkisch-sprachige Kurden. Und die telefonieren auch in die Türkei. Aber ... und hierin liegt die Crux... "Ay Yildiz" ist der türkische Begriff für Stern und Halbmond - Wappenfiguren der Türkei- und damit erklärtes Feindbild für Kurden ... wie schade..
Oder der Puddinghersteller, der damit wirbt, dass sein Puddingpulver frei von Milchbestandteilen ist - nicht nur für Allergiker sondern auch für Menschen, die Kosher leben, relevant - und dann in der Gebrauchsanleitung schreibt: "Mit 300ml Milch oder Sahne anrühren ..." oder der Hersteller einer bei Moslems sehr beliebten Linsensuppe, dessen Emfehlung "nach Wunsch mit Speck verfeinern" doch eher erstaunt ...
Das sind Beispiele für "gut gemeint und doch am Ende liegengeblieben ..." . Aber was macht man mit denen, die so rein gar nichts kapiert haben? Was macht man mit Werbungtreibenden, deren Plakatwerbung so hoch hängt, dass man sie mit blosem Auge nicht mehr lesen kann? Und dann auch noch (ich nehme an, zur Steigerung der Schwierigkeit) einen guten Meter nach hinten versetzt, damit die umliegenden Fassaden auch das letzte Adlerauge daran hindern, etwas zu erkennen?
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Lassen sich Marketingleiter heutzutage nicht mehr zeigen, wo ihre Motive hängen werden? Passen Agenturen ihre Entwürfe nicht mehr dem Medium an, in oder auf dem sie erscheinen? Oder ist es ihnen egal, dass man weder den Markennamen noch die Homepage-URL ohne Fernglas lesen kann?
Naja, was solls ... Hauptsache, die Mediaagentur schickt zu Weihnachten einen dicken Präsentkorb und die Einladung zur nächsten Incentive-Reise...
... und wenn es richtig weh tut, dann war es einfach die Kreativagentur - denn die kann ja bekanntermassen nie was ...
In diesem Sinne,
Prost und auf schlechte Werbung!

Das sind Beispiele für "gut gemeint und doch am Ende liegengeblieben ..." . Aber was macht man mit denen, die so rein gar nichts kapiert haben? Was macht man mit Werbungtreibenden, deren Plakatwerbung so hoch hängt, dass man sie mit blosem Auge nicht mehr lesen kann? Und dann auch noch (ich nehme an, zur Steigerung der Schwierigkeit) einen guten Meter nach hinten versetzt, damit die umliegenden Fassaden auch das letzte Adlerauge daran hindern, etwas zu erkennen?
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Lassen sich Marketingleiter heutzutage nicht mehr zeigen, wo ihre Motive hängen werden? Passen Agenturen ihre Entwürfe nicht mehr dem Medium an, in oder auf dem sie erscheinen? Oder ist es ihnen egal, dass man weder den Markennamen noch die Homepage-URL ohne Fernglas lesen kann?
Naja, was solls ... Hauptsache, die Mediaagentur schickt zu Weihnachten einen dicken Präsentkorb und die Einladung zur nächsten Incentive-Reise...
... und wenn es richtig weh tut, dann war es einfach die Kreativagentur - denn die kann ja bekanntermassen nie was ...
In diesem Sinne,
Prost und auf schlechte Werbung!